Judith
Verfasst von michaelbolz am August 17, 2008
Wiegst mich in deine Blicke,
Wie man Milch legt in die Hände,
Der unsterblichen Unendlichkeit.
In deinen Augen Bernsteinglut,
Dahinter ein Feuer aus tausend
Singenden Sonnen, die tanzen
wie Winde im Sternenbad durchs
Lichte Samt des Weltalls.
Und deine Lippen, deren
Bekenntnis mich tröstet wie
Der Saft gold’ner Äpfel
Von Bäumen aus Lachen
Mit Blättern von Luft,
Deren Wurzeln tiefer gehen
Als alle Erde und Zeit
Und die Neid und Tod nicht dürre machen kann;
Dass ich den Sinn im Fleisch
Erfahre wie Moos den Frühlingsstaub und Regen,
Wie ein Kind die schönste Milch der Welt.
Dein Haar möchte ich küssen,
Das ist wie der süßesten Strauch
in einer kochenden Wüste von Nichts
Und berühren, dass es mich
In den Menschen verwandelt
Der ich in deinen Liedern bin.
Trag mich durch den Rauch
Der aus uns’rer Herzen Mitte
Quillt wie Safran aus der Brust
Von Eden.
Zeig mir das Bild, dass Du
Vor Dir ausgebreitet hast,
Wenn Du von Afrikas Küsten
Aufs Meer hinaus schaust;
Weil die Ungeheuer aus den Tiefen
Dich nicht schrecken
Wenn Perlen Dich rufen
Voll Licht.
(17ter August 2008 Copyright Michael Bolz)