Bekenntnis
Verfasst von michaelbolz am September 3, 2008
Was aber liebe ich, da ich mich liebe?
Nicht die Schönheit des Körpers
Noch den Takt der Zeit im Blut;
Nicht den Glanz des Himmels, der da so lieb
Der Augen mangelnder Erkenntnis;
Nicht die süßen Melodien im Wind;
Nicht die Blumen, Düfte, Sternenlicht;
Und dennoch liebe ich mein Herz und
Seinen Klang; das Wort und seine Umarmung
Wenn ich mich liebe.
Herz und Klang und Wort und Umarmung meines inneren Menschen.
Dort ist meine Seele gemalt, was kein Raum erfasst;
Dort erklingt, was Zeit nicht nehmen kann;
Dort durftet, was kein Wind verweht;
Dort schmeckt, was keine Sattheit vergällt
Und schmiegt sich an, was kein Überdruss je löst.
Das ist es, was ich liebe, liebe ich mich.
Was aber bin ich?
Und was meine Seele?
Was bin ich für ein Wesen?
Drinnen und Draußen:
Ein Leben so mannigfach und vielgestalt
Und völlig unermesslich;
Ein Mosaik, ein Abbild zufälliger Erinnerungen
Im Spiegel des Selbst und Dir und der Welt.
(3ter September 2008 (c) Michael Bolz)